Im Kreuz ist Hoffnung. Evensong zum Palmsonntag, 14. April 20:30

„Bleib bei uns, Herr!“ zum Abschluss des Evensongs mit dem Caspar-Olevian-Chor.

Begrüßung zum Evensong/Eröffnung von sredna19

… und ich begrüße einen alten Bekannten,
einen Baum, einen Stamm, den viele von Ihnen kennen.
Er war bei Ihnen zuhause, in der Basilika,
schon einige Jahre lang: 2008 – 2010 – 2013.
Er war in der Christuskirche zuhause: 1998 – 2004
Hier in Herz Jesu war er 1992.
Und jetzt ist er wieder, seit dem November  des letzten Jahres.
Dieser Stamm, dieser Pfosten.

Es ist das Kreuz der Jugend.
Viele Jahre wurde es am Freitag vor Palmsonntag
von jungen Menschen durch Trier getragen.
Im Gebet vereint mit Christinnen und Christen auf der anderen Seite
der Mauer, die Deutschland trennte.
Seit 1972 ist der Kreuzweg der Jugend ökumenisch.

Das letzte Mal wurde es 2014 durch die Stadt getragen –
und stand seitdem in der Pauluskirche.
Im November wurde St. Paulus profaniert,
für den Gottesdienst geschlossen.
Damit teilt die Pauluskirche das Schicksal der Christuskirche,
auch wenn Paulus noch nicht abgerissen ist.

Das Kreuz erzählt also vom Tod –
des Jugendkreuzwegs in Trier,
von 2 Kirchen, die es nicht mehr gibt,
in ökumenischer Verbundenheit.

Nun steht dieses Kreuz hier,
aus Mitleid sozusagen.
Und stört.
Es ist eben ein Kreuz mit dem Kreuz.

Man muss es wohl in die Mitte stellen.
Es will betrachtet werden, angesehen, angefühlt.
Es will wahrgenommen werden.

Wer ihm zuschaut, zuhört,
dem verrät es seine Geschichte,
mit seinen Furchen, Astlöchern, Ritzen, und Splittern,
mit den Namen und dem Ökumenezeichen in der Mitte.

Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz.

Heute ist Palmsonntag.
Der Auftakt zur Heiligen Woche.
Und der Auftakt des Kirchenprojekts sredna19.

Das Kreuz mit dem Kreuz.
Wir beginnen im Zeichen des Kreuzes,
des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

Der „Evensong“ ist eine Gebetszeit in der Anglikanischen Kirche. Er verbindet seit den Zeiten der Reformation die „Vesper“ und die „Komplet“ aus der katholischen Tradition. In den Kathedralen wird er häufig durch die Kathedralmusikschulen mitgestaltet. Er besteht aus Gesängen, Schriftlesungen und Gebeten.
In Deutschland wurde die Idee des Evensongs übernommen und in freierer Form weiterentwickelt.

Wir freuen uns, dass der Caspar-Olevian-Chor unter der Leitung von KMD Martin Bambauer das Kirchenprojekt sredna19 – anders sehen hören schmecken eröffnet.
Anschließend sind Mitwirkende und Mitfeiernde herzlich zur Begegnung „Unter der Empore“ eingeladen.

Das Kreuz mit dem Kreuz. „Laetare“ am 30. März

Laetare. 4. Sonntag der 40-Tage-Zeit.
„Freue dich, Stadt Jerusalem!
Seid frühlich zusammen mit ihr,
alle, die ihr traurig wart.
Freut euch und trinkt euch satt
an der Quelle göttlicher Tröstung“. Jes 66.

Freue dich. In allem. Trotz allem.
Rosa. Zum ersten Mal in 32 Jahren Priesterdienst trage ich ein rosafarbenes Gewand. Wir haben es gefunden bei Aufräumungsarbeiten im Orgelgehäuse,
hinter der Empore. Selbst die Alten können sich nicht erinnern…
Verwunderlich: Es müffelt nicht….
Mit den wunderbaren Blumen ein Hoffnungszeichen.

Rosa zieht sich durch den Tag. Knospen blühen….

„Das Kreuz mit dem Kreuz. „Laetare“ am 30. März“ weiterlesen

Mit den Händen locker unterhalten – DGS-Wochenendkurs im Pfarrhaus der KGG

Immer wieder erreichen uns Anfragen: „Wann und wie kann ich Gebärdensprache lernen?“ Dabei geht es um Alltagskommunikation und vielleicht auch mal um die Teilnahme/Mitwirkung bei einem Gottesdienst.
Gebärdensprachkurs-Leiterin Stefanie Reichert macht ein Kompakt-Angebot an 2 Wochenenden. Die Kursstunden finden im Pfarrhaus der Gehörlosengemeinde statt. Anmeldung bitte bis

Hier Plakat und Anmeldung downloaden.

Aufbau am 14. April: Fertig. sredna19 kann starten

Das war ein Sonntag….


Bestes Wetter,
um gemütlich im Wohnzimmer auf dem Sofa zu sitzen…


Und nachdem Natalie und Mathias von “ Freyräume“ fertig waren, war auch das ganze Team auch wieder da… Erfolg hat eben viele Väter und Mütter…

(eine kleine Randgeschichte – aus Dichtung und Wahrheit)

Und übrigens:
die beste Lichtinstallation macht eben doch noch der Schöpfer selbst!

sredna 19 kann kommen!

sredna19 – Das Kreuz mit dem Kreuz

Das „Kreuz der Jugend“ in Herz-Jesu…

Seit 1958 gibt es den Kreuzweg der Jugend. Er war damals eine Gebetsbrücke im geteilten Deutschland, diesseits und jenseits der Mauer. Seit 1972 ist er ökumenisch. Auch in Trier war er jahrzehntelang feste Tradition. Ein Kreuz wurde dabei von einer Kirche zur nächsten getragen, dort blieb es für ein Jahr. Der Name der Pfarrei wurde in das Kreuz eingeritzt. Im Jahr 2014 wurde dieser Kreuzweg mangels Interesse eingestellt.
Die Aktion gibt es immer noch. https://jugendkreuzweg-online.de/

Das Kreuz hatte seinen Platz einige Jahre lang in der Pauluskirche. Als diese im letzten Jahr profaniert wurde, sagte der Hausmeister nach einigen Wochen: „Die Kirche ist jetzt leer – bis auf das Kreuz der Jugend. Wenn es keiner rausholt, muss ich es zersägen“.

Schnell war klar, dass das nicht geht – dieses Kreuz hat eine Geschichte und immer noch eine Botschaft. So kam es nach Herz Jesu. Aus Mitleid und Respekt, gewissermaßen. Hier steht es jetzt. So richtig passt es nirgendwo hin. Es ist eben ein Kreuz mit dem Kreuz. 

Unser Kreuz erzählt von vielen Toden: dem Tod des Jugendkreuzwegs, dem Tod der Pauluskirche als Ort für den Gottesdienst, vom Tod der evangelischen Christuskirche im Stadtviertel Heiligkreuz, wo es zweimal gestanden hat – und die schon völlig abgerissen ist. Es erzählt auch vom Tod einer Kirchlichkeit, die – in ökumenischer Eintracht – zu Ende geht. Zu allererst erzählt es aber vom Tod des Menschen, den es herbei geführt hat: der Tod Jesu von Nazareth.

Wie können und sollen wir mit dieser Botschaft umgehen? Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz.

„sredna19 – Das Kreuz mit dem Kreuz“ weiterlesen

Das ist keine Liebe, das ist pervers. Doris Strahm, Publik Forum 5/2019 vom 08.03.2019

Immer noch wird gepredigt, dass der »Opfertod« Jesu am Kreuz heilsnotwendig war. So eine Theologie rechtfertigt Missbrauch. Über Kreuz und Erlösung muss man anders sprechen.
 
Bis heute gehört es zu den zentralen Glaubensaussagen des Christentums, dass der Opfertod Jesu am Kreuz für das Heil der Menschen notwendig gewesen sei. Moderne Theologen meiden zwar das Wort »Opfer« und reden stattdessen lieber von Jesu »Hingabe«. Aber auch in diesen Deutungen bleibt die grausame Hinrichtung Jesu am Kreuz Teil eines göttlichen Heilsplans.  
»Wie soll ich meinem Kind erklären, was ich selbst als Mutter nicht akzeptieren kann, nämlich, dass ein Vater seinen Sohn zur Schlachtbank führt? Was ist das für ein Gott?«, fragte eine Teilnehmerin auf einer Tagung. Noch perverser wird das Gottesbild, wenn in der brutalen Kreuzigung die »Liebe« Gottes zum Ausdruck kommen soll. Die Verknüpfung von Opfer und Liebe transportiert ein gefährliches Beziehungsmodell. Denn in ihm spiegelt sich auch die patriarchale Familienordnung, die Liebe als Gehorsam und Unterwerfung, als Opfer und Hingabe verstanden hat.

„Das ist keine Liebe, das ist pervers. Doris Strahm, Publik Forum 5/2019 vom 08.03.2019“ weiterlesen

Von Dornen und Disteln – Kreuzweg mit 14 Stationen von Wilhelm Tophinke – und mit symbolischen Pflanzen- und Kräuterdarstellungen von Heinrich Feld

„Durch die seit den Zeiten ihres Ordensgründers im Heiligen Land tätigen Franziskaner kam im 15. Jahrhundert die Kreuzwegandacht ins Abendland.
Die ur­sprünglich sieben Stationen wurden im 17. Jahrhun­dert auf  vierzehn erweitert. Sieben der vierzehn Ge­dächtnisstätten haben ihre Grundlage in den Evangelien, sechs von ihnen wurden aus der Passionsgeschichte erschlossen, lediglich eine, die VI.  Station, geht auf eine fromme Legende zurück. Spätestens Anfang des 18. )Jahrhunderts finden sich Kreuzwegdarstel­lungen auch  im Kircheninnern.

Im September 1955 beschloss der Kirchenvorstand der Pfarrei Herz Jesu, einen von Bildhauer Wilhelm Tophinke aus Brühl, angebotenen Kreuzweg in Auftrag zu geben, nach Prüfung durch den Konservator Dr. Thomas, der diesen Kreuzweg gut befunden hat.

ln der Fastenzeit 1995 hat Maler Heinrich Feld, Trier, diesen Kreuzweg farbig gefaßt und die Stationen mit Pflanzen versehen, die zu den jeweiligen Darstellun­gen in Beziehung stehen. „Von Dornen und Disteln – Kreuzweg mit 14 Stationen von Wilhelm Tophinke – und mit symbolischen Pflanzen- und Kräuterdarstellungen von Heinrich Feld“ weiterlesen