ABENDGEBET – dienstags

 Eröffnung

Lucernarium
(Wo möglich, wird eine Kerze wird angezündet.)
Abwechselnd zu beten:

V:        Lasst uns beten.
            Bei dir o Gott, ist die Quelle des Lebens,
            in deinem Licht schauen wir das Licht.
            Lass uns schöpfen aus den Quellen des Heils
            und wenn es dunkel ist in unseren Herzen,
            dann erleuchte uns mit deinem Licht.
            Darum bitten wir durch Christus unseren Bruder und Herrn.
            Amen.

Lied:  Im Frieden dein

Psalm 34

Ich will den HERRN allezeit preisen; immer sei sein Lob in meinem Mund. 3 Meine Seele rühme sich des HERRN; die Armen sollen es hören und sich freuen.
4 Preist mit mir die Größe des HERRN, lasst uns gemeinsam seinen Namen erheben! 5 Ich suchte den HERRN und er gab mir Antwort, er hat mich all meinen Ängsten entrissen.
6 Die auf ihn blickten, werden strahlen, nie soll ihr Angesicht vor Scham erröten. 7 Da rief ein Armer und der HERR erhörte ihn und half ihm aus all seinen Nöten.
8 Der Engel des HERRN umschirmt, die ihn fürchten, und er befreit sie. 9 Kostet und seht, wie gut der HERR ist! Selig der Mensch, der zu ihm sich flüchtet! 10 Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen; denn die ihn fürchten, leiden keinen Mangel.
12 Kommt, ihr Kinder, hört mir zu! Die Furcht des HERRN will ich euch lehren! 13 Wer ist der Mensch, der das Leben liebt, der Tage ersehnt, um Gutes zu sehen?
14 Bewahre deine Zunge vor Bösem; deine Lippen vor falscher Rede! 15 Meide das Böse und tu das Gute, suche Frieden und jage ihm nach! 16 Die Augen des HERRN sind den Gerechten zugewandt, seine Ohren ihrem Hilfeschrei. 17 Das Angesicht des HERRN richtet sich gegen die Bösen, ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
18 Die aufschrien, hat der HERR erhört, er hat sie all ihren Nöten entrissen. 19 Nahe ist der HERR den zerbrochenen Herzen und dem zerschlagenen Geist bringt er Hilfe. 20 Viel Böses erleidet der Gerechte, doch allem wird der HERR ihn entreißen.
21 Er behütet all seine Glieder, nicht eins von ihnen wird zerbrochen. 22 Den Frevler wird die Bosheit töten, die den Gerechten hassen, werden es büßen. 23 Der HERR erlöst das Leben seiner Knechte, niemals müssen büßen, die bei ihm sich bergen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Lesung

Tageslesung:
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Antwortgesang

Fürbitten – nach dem Hochwasser

Ewiger Gott,
Dir sagen wir unsere Anliegen und Bitten.

In dieser Zeit der Belastung und der Unsicherheit beten wir
für die Menschen auf der ganzen Welt,
für alle, die von Krankheiten und schwerer Not betroffen sind,
für alle, die durch das Hochwasser ihr Leben verloren haben.

Wir beten für alle, die verunsichert sind und Angst haben –
um ihre Gesundheit und ihre wirtschaftliche Existenz.
Wir beten für allem Menschen in ihren Aufgaben und Berufen,
für alle, die andere bewirten und beherbergen.
Wir beten für alle in den Schulen, Kindertageseinrichtungen
und in den sozialen Diensten.

Für die Familien,
die großen Belastungen im Miteinander ausgesetzt sind.
Für Menschen, die sich einsam und verlassen fühlen,
für alle, die übersehen werden.

Für alle, die im Gesundheitswesen und in den Rettungsdiensten tätig sind,
die sich mit großem Einsatz um die Kranke und Notleidende kümmern,
für alle, die in der Forschung Wege zum Schutz von Katastrophen suchen
für alle, die mit ihren Möglichkeiten praktisch und finanziell helfen.

Für alle Verantwortlichen in Politik, Kultur, Sozialwesen und Wirtschaft,
bei uns, in Europa, überall auf der Welt,
die schwierige Entscheidungen treffen müssen.

Für alle, die durch einen Anruf, eine Nachricht oder ein Gebet
in Verbindung bleiben mit ihren Lieben,
für alle, die kreative Wege suchen, um auch unter den derzeitigen Bedingungen Gemeinschaft zu ermöglichen.

Für alle, die einen besonderen Platz in unserem Herzen haben
und an die wir jetzt in Stille denken.

Herr, steh uns bei mit Deinem Mitgefühl,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen,
stärke uns mit deinem Geist –
heute und alle Tage, komme was kommt.
Amen.

Vaterunser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Letzebuergesch:

Eise Papp am Himmel,
däin Numm sief gehellegt,
däi Räich soll kommen,
däi Wëll soll geschéien,
wéi am Himmel, sou op der Äerd.
Gëff äis haut eist deeglecht Brout,
verzei äis eis Schold,
wéi mir och deene verzeien, déi an eiser Schold sinn.
Féier äis net a Versuchung,
mä maach äis fräi vum Béisen.
Well däint ass d’Räich an d’Muecht
an d’Herrlechkeet fir ëmmer an éiweg.
Amen.

Nachtgebet

Herr, gütiger Gott,
schenke unss eine ruhige Nacht und einen erholsamen Schlaf.
Was wir heute durch unser Reden und Tun an Gutem ajusgesät haben, das lass wachsen und reifen für die ewige Ernte.
Darum bitten wir durch Christus unsern Herrn.
Amen.

Segen

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige und barmherzige Gott:
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Zum Schluss: In dieser Nacht 

 oder: Gegrüßet seist du Maria

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,
Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Letzebuergesch:

Free dech, Maria, ganz an der Gnod,
den Här ass mat dir,
du bass geseent ënnert de Fraen,
a geseent ass Jesus, d’Kand, dat s de dréis.
Helleg Maria, Gottesmamm,
biet fir äis Sënner,
elo an an der Stonn vun eisem Doud. Amen.

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