1700 JAHRE – Konzert mit Irith Gabriely und Misty Schaffert am 7. November 17:00

Das „East West Duo“- Christlich jüdischer Dialog, mit Irith Gabriely (Klarinette/Saxophon/Gesang) und Misty Schaffert(Orgel/Klavier) ein heiteres, vielfältiges Programm aus schwungvoller Klassik -und Klezmermusik, internationale Musik für Frieden, Toleranz und Weltoffenheit, anläßlich des Jubiläumsjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Irith Gabriely führt durch das Konzert mit Anekdoten zu den diversen Stücken und aus dem jüdischen Leben.

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„#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst“. 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Diese ökumenisch verantwortete Kampagne möchte dazu anregen, die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum wahrzunehmen. Auch und gerade im Blick auf die Feste wird die Verwurzelung des Christentums im Judentum deutlich. Mit dem Stichwort „beziehungsweise“ soll der Blick auf die aktuell gelebte jüdische Praxis in ihrer vielfältigen Ausprägung gelenkt werden. Die Kampagne ist ein Beitrag zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. 

Eine jüdische Stimme

Brennende Synagogen, zerstörte Einrichtungen, Morde und Massenverhaftungen – die Reichspogromnacht des 9. November 1938 war ein Wendepunkt in der deutsch-jüdischen Geschichte. In der Erinnerungskultur jüdischer Gemeinden hierzulande ist dieses Datum zentral. Gemeinsame Geschichte ist identitätsstiftend, aber welches Selbstverständnis lässt sich aus erlittener Verfolgung und Vernichtung beziehen? Und wie gedenkt man der Schoah, der kaltherzig von Menschen begangenen monströsen Verbrechens, das unser Verstehen übersteigt?

Sachor, Erinnern und Gedenken, gehört zum Kern des Judentums und drückt sich in charakteristischen liturgischen Praktiken aus. Klagelieder und Gebete wie Kaddisch und El Malé Rachamim sind jahrhundertealte Ausdrucksformen von Trauer und Gedenken, die weiterhin benutzt werden, ohne damit der Schoah eine religiöse Deutung beizulegen. Daneben bezieht jüdische Erinnerungskultur heute eine Vielfalt anderer Formen ein, wie Zeitzeugenberichte, Kunstwerke, Namenslesungen. Auch unterschiedliche biographische Zugänge wirken sich auf die Gestaltung des Erinnerns aus: Überlebende gedenken anders als die Generation ihrer Enkel, aus der früheren Sowjetunion zugewanderte Juden bringen wieder andere Narrative mit. Einig sind sich alle darin, das „Sachor!“ fortzutragen und lebendig zu halten.

– Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg

 

Eine christliche Stimme

»Zwei und ein halbes Jahr stritten die vom Lehrhaus Schammais mit denen des Lehrhauses Hillel über die Konsequenzen des bösen Tuns der Menschen. Die einen sagten: Es wäre dem Menschen dienlicher, wenn er nicht erschaffen worden wäre.
Die anderen sagten, es ist dem Menschen dienlicher, dass er erschaffen worden ist. Sie stimmten ab und kamen zu dem Schluss: Es wäre dem Menschen zwar dienlicher, er wäre nicht erschaffen worden, da er nun aber erschaffen sei, soll er seine Geschichte bedenken und sein Tun in der Zukunft.« (Babylonischer Talmud, Eruvin 13 b)

Ein hochaktueller uralter Text, der für die Frage nach Wegen der Erinnerung und des Gedenkens als Ausgangstext nicht nur am 9. November taugt. Zukunft ist Erinnerung und alle Versuche, ohne den Prozess die eigene »Geschichte zu bedenken«, »zu tun«, also handlungsfähig zu werden, werden scheitern. Dabei macht dieser Text auch auf eine Orientierung deutlich, ohne die Erinnerung nicht auskommt. Denn wie wir auch wissen, ist Erinnerung nicht per se auf eine Zukunft in Gerechtigkeit und Frieden ausgerichtet. Es gibt auch Erinnerung an vergangene durch Gewalt entstandene Größe oder eben auch leider Erinnerungen an die Nazizeit, die sich nach so einer germanischen Herrschaft sehnen, oder nach einem weißen Europa.

Biblisch geht es aber um die Vermeidung von gewaltvollem bösen Tun. Es geht um Erinnerung, die Ernst macht mit der Ebenbildlichkeit Gottes aller Menschen und damit eben der Teilhabe und der Gleichwertigkeit aller Menschen. Nun ist der Talmud kein christlicher Text. Dass wir ihn überhaupt als Christ*innen wertschätzend wahrnehmen, ist wohl auch ein Ergebnis von Erinnerung. Erinnerung daran, dass unsere Kirchengeschichte vor Missachtung und Gewalt gegen Juden nur so strotzt und dass wir uns von dieser Missachtung abkehren müssen – Erinnerung als Umkehr. Denn diese eigene Gewaltgeschichte zu bedenken und danach zu tun, führt uns in einen demütigen und wertschätzenden Zugang zu jüdischem Denken und zu der Frage, warum musste diese Schwester im Glauben, das Judentum, von Christ*innen so abgewertet, diskriminiert und verfolgt werden. Diese Frage ist am 9. November heute besonders naheliegend. Denn Erinnerung ist Aufruhr auch gegen die eigenen bis in die Gegenwart wirksamen judenfeindlichen Traditionen. Solche Erinnerung gestaltet Zukunft. Gehen wir denken und tun danach.

– Christian Staffa

 

 

 

 

 „#beziehungsweise –jüdisch und christlich: näher als du denkst“ 

Wir sind uns bewusst: Die Betonung der Nähe ist nur unter Wahrung der Würde der Differenz möglich. Deshalb halten wir es für unverzichtbar, die Bezugnahmen auf das Judentum in christlichen Kontexten auch kritisch zu hinterfragen, Vereinnahmungstendenzen zu erkennen und zu vermeiden. Aktuell finden wir uns dabei in einer gesellschaftlichen Situation wieder, die durch ein Erstarken von Antisemitismus und weiteren Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit geprägt ist. Übergriffe gegen jüdische Bürger*innen, Hetze und Verschwörungsmythen in den Sozialen Medien nehmen weiterhin zu.
In einer respektvollen Bezugnahme auf das Judentum, die zur positiven Auseinandersetzung mit der Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland anregt, will die Kampagne auch einen Beitrag zur Bekämpfung des Antisemitismus leisten.

Auch wir bei SREDNA möchten diese Kampagne mit verschiedenen Veranstaltungen in diesem Jahr begleiten.
Nähere Informationen mit den Terminen unserer Veranstaltungen folgen.

Neben den besonderen Veranstaltungen werden wir auf unserer Homepage monatlich die verschiedenen Stationen des christlichen und jüdischen Jahres dazu betrachten und dabei feststellen, dass unser Kirchenjahr eine enge innere Abhängigkeit vom jüdischen Jahreskreis hat.

Hier weiterführende Links:

Jüdisches Leben in Deutschland

https://www.daserste.de/information/nachrichten-wetter/ard-sondersendung/sendung/1700-jahre-festakt-zum-juedischen-leben-100.html

https://www.dw.com/de/1700-jahre-jüdisches-leben-in-deutschland/a-55991

https://www.dw.com/de/deutschland-feiert-1700-jahre-j%C3%BCdisches-leben/a-56610541

Allerheiligen 2021 – Heilige um den Green House Tisch

In der christlichen Tradition feiern wir heute das Fest Allerheiligen. Heilige sind Menschen, die bewusst ihr Leben mit Gott gelebt haben und Jesus nachgefolgt sind. Normalerweise denken wir an die «wirklich Grossen.» Maria, Josef, Martin, Hildegard, Mutter Teresa und viele andere – Frauen und Männer zu allen Zeiten und aus allen Kontinenten, die in ihrem Leben den Geist Gottes gelebt haben. Viele von ihnen haben ein besonderes Fest während des Jahres.

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Woche der Stille 2021 – Angebote von Christine Radünzel, Gunter Berthold und anderen

Begegnung-Berührung-Wandlung

Einstimmen ins lauschende Hören …Klavier, Klanginstrumente, Gesang…
Gunter Berthold und Christine Radünzel
Samstag, 30.10.2021  Herz-Jesu-Kirche, Trier  19.30
Anmeldung mit Namen, Anschrift, Telefonnummer:
berthold.gunter@yahoo.de

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tisch_gespräch inklusiv: „WÜRDE IM ALTER“ mit Eva Hähn, Gerontologische Beratung Vereinigte Hospitien am Freitag, 8. Oktober, 15 – 16 in der Herz-Jesu-Kirche


Das Thema des Frühjahrs „WÜRDE – ich – du – wir“ wird auch im Herbst fortgesetzt. Eva Hähn von der Gereontologischen Beratungsstelle der Vereinigten Hospitien und Seelsorgerin Doris Hormesch bieten Einblicke in das Thema und stehen dann zum Gespräch zur Verfügung.

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