„Durch das Dunkel hindurch…. führt ein neuer Weg“ – Leiden und Sterben Jesu – Karfreitag, 30. März

„Durch das Dunkel hindurch…
… Gedanken zu Beginn des Gottesdienstes

Wir erleben Sperren. Barrieren. Hindernisse.
Zutritt verboten.
Gesten schon hat jemand gefragt:
Warum steht denn der Bauzaun hier drinnen?
Weil so viele Menschen vor Sperren stehen. Vor Barrieren. Weil sie nicht willkommen sind.
Weil angeblich kein Platz für sie ist.
Weil sie etwas kosten.
Weil sie anders sind….

Das ist das Dunkel,
das viele Menschen erleben müssen, heute, hier und anderswo.
Das ist der Zaun vor dem viele stehen,
sie sollen, müssen draußen bleiben!
Menschen, die geflohen sind,
alte Menschen,
Menschen mit einer Behinderung…
Menschen, die mit ihrem Leben irgendwie nicht zurecht kommen.

Ob durch das Dunkel hindurch ein neuer Weg führt?
Wirklich? Wie?
Ein Weg der Gewalt? Mauern und Zäune einreißen,
durch Panzer und Waffen…
das schafft oft nur neue Gewalt…
Gibt es einen anderen Weg – durch das Dunkel hindurch?

Wir gehen heute mit Jesus –
sein Weg heißt „Liebe“ und „Dienst“.
Sein Weg heißt Hingabe.
Durch das Dunkel hindurch
führt sein neuer, anderer Weg

Bitten wir um seinen Geist,
dass wir uns seiner Wahrheit stellen,
und dass wir in seine Fußstapfen treten.
Und aufmachen…
… durch das Dunkel hindurch –
auf einen neuen Weg!

… Ausschnitte aus der Leidensgeschichte Jesu nach Johannes –
und Ausschnitte aus dem Leidebn von Menschen…
Aus der gebärdensprachlichen Ostergruppe – und unseren iranischen Freundinnen und Freunden, die ihren Glauben in ihrer Heimat nicht leben konnten…

Zur Kreuzverehrung
Durch das Dunkel hindurch
führt ein neuer Weg.
Hindurch, nicht drum herum,
außen vorbei,
durch das Dunkel hindurch.

Wir stellen uns jetzt dem Dunkel Jesu,
seinem Tod am Kreuz.
Wir schauen ihn an
und folgen ihm nach.

Nach der Kreuzenthüllung sind alle eingeladen,
eine Blume an den Bauzaun zu stecken –
als Zeichen der Hingabe,
der Bereitschaft, den Weg Jesu zu gehen –
als Zeichen der Hoffnung,
dass der Weg möglich ist –
durch das Dunkel hindurch.

Und zum Schluss – nach Kreuzabnahme und Grablegung –
der „Leichenschmaus“ – bei Kaffee und Herz-Jesu-Brötchen.
Beieinander sein, Geschichten teilen, Fragen und Antworten.
In unterschiedlichen Kulturen und Sprachen.
Durch das Dunkel hindurch….

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