ABENDEGEBET sonntags

 Eröffnung

Lucernarium
(Wo möglich, wird eine Kerze wird angezündet.)

 V:        Angelangt an der Schwelle des Abends
            schauen wir Christus, das ewige Licht,
            und preisen durch ihn den Vater im Geist.

A:        Bei dir o Gott ist die Quelle des Lebens,
            in deinem Licht schauen wir das Licht.

 V:        Du bist der Weg, die Wahheit, das Leben,
            Abbild und Spiegel des ewigen Vaters.
            Du bist der Heilige, du unser Herr.

A:       Bei dir o Gott ist die Quelle des Lebens,
            in deinem Licht schauen wir das Licht.

V:        Ja, es ist würdig, dich zu besingen,
            Gottes Sohn, Urheber ewigen Lebens;
            die ganze Schöpfung schuldet dir Lob.

A:        Bei dir o Gott ist die Quelle des Lebens,
            in deinem Licht schauen wir das Licht.

V:        Lasst uns beten.
            Bei dir o Gott, ist die Quelle des Lebens,
            in deinem Licht schauen wir das Licht.
            Lass uns schöpfen aus den Quellen des Heils
            und wenn es dunkel ist in unseren Herzen,
            dann erleuchte uns mit deinem Licht.
            Darum bitten wir durch Christus unseren Bruder und Herrn.
            Amen.

Lied: Du lässt den Tag

Psalm 113

Halleluja! Selig die Menschen, die den HERRN fürchten und sich herzlich freuen an seinen Geboten. 2 Ihre Nachkommen werden mächtig im Land, das Geschlecht der Redlichen wird gesegnet. 3 Wohlstand und Reichtum füllen ihre Häuser, ihre Gerechtigkeit hat Bestand für immer.

4 Im Finstern erstrahlen sie als Licht den Redlichen: Gnädig und barmherzig sind die Gerechten.  5 Glücklich alle, die gnädig sind und leihen ohne Zinsen, die ihre Sachen nach dem Recht ordnen.

6 Niemals geraten sie ins Wanken; ewig denkt man an die Gerechten. 7 Sie fürchten sich nicht vor böser Kunde, ihre Herzen sind fest, auf den HERRN vertrauen sie.

8 Ihre Herzen sind getrost, sie fürchten sich nicht, sie werden herabschauen auf alle, die sie bedrängen. 9 Reichlich geben sie den Armen, ihre Gerechtigkeit hat Bestand für immer, ihre Macht steht hoch in Ehren.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Lesung

Tageslesung:
Bitte hier klicken

Antwortgesang

oder: Verleih uns Frieden

(Lobpreis)

oder: Lobgesang Simeons

Friedensgebet

„Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht; dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt; dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; dass ich Licht entzünde, wo die Finsternis regiert; dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten:
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe; nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen“

oder:  Fürbitten – um Frieden und Menschlichkeit

Ewiger Gott,
Dir sagen wir unsere Anliegen und Bitten.

In dieser Zeit der Belastung und der Unsicherheit beten wir
für die Menschen auf der ganzen Welt,
für alle, die von Krankheiten betroffen sind,
von Armut, Naturkatastrophen und schwerer Not.

Wir beten für die Menschen in der Ukraine,
die von der russischen Regierung in einen Krieg gezogen wurden;
für die Frauen und Kinder und Alten, die fliehen müssen
in eine ungewisse Zukunft,
für alle, die bleiben – und ihre Freiheit und ihr Leben verteidigen.

Wir beten auch für die russische Regierung,
die die Macht hat, den Krieg zu beenden.
Für alle in Russland, die tapfer gegen den Krieg protestieren –
und mit schlimmen Reaktionen des Staates rechnen müssen.

Wir beten für alle, die bei uns verunsichert sind und Angst haben –
für alle Menschen in ihren Aufgaben und Berufen,
besonders in den Schulen, Kindertageseinrichtungen
und in den sozialen Diensten – und in der Aufnahme der Geflüchteten.

Für alle Verantwortlichen in Politik, Kultur, Sozialwesen und Wirtschaft,
bei uns, in Europa, überall auf der Welt, die schwierige Entscheidungen treffen müssen.

Für alle, die durch Protest, Spenden aller Art und Gebet
der Menschlichkeit und der Nächstenliebe ein Gesicht geben.

Für alle, die einen besonderen Platz in unserem Herzen haben
und an die wir jetzt denken.

(Stille)

Herr, steh uns bei mit Deinem Mitgefühl,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen,
stärke uns mit deinem Geist –
heute und alle Tage, komme was kommt. Amen.

oder: Fürbitten in der Corona-Pandemie

Ewiger Gott,
Dir sagen wir unsere Anliegen und Bitten.

In dieser Zeit der Belastung und der Unsicherheit beten wir
für die Menschen auf der ganzen Welt,
für alle, die von Krankheiten betroffen sind,
von Armut, Naturkatastrophen und schwerer Not.

Für alle im Gesundheitswesen, in der medizinischen Forschung.
Für alle Beschäftigen in den Rettungs- und Pflegediensten;
für alle, die mit ihren Möglichkeiten praktisch und finanziell helfen.

Wir beten für alle, die verunsichert sind und Angst haben –
um ihre Gesundheit und ihre wirtschaftliche Existenz.
Wir beten für alle Menschen in ihren Aufgaben und Berufen,
besonders in den Schulen, Kindertageseinrichtungen
und in den sozialen Diensten.

Für alle Verantwortlichen in Politik, Kultur, Sozialwesen und Wirtschaft,
bei uns, in Europa, überall auf der Welt,
die schwierige Entscheidungen treffen müssen.

Für Familien, die großen Belastungen ausgesetzt sind.
Für Menschen, die sich einsam und verlassen fühlen,
für alle, die übersehen werden.

Für alle, die durch einen Anruf, eine Nachricht oder ein Gebet
in Verbindung bleiben mit ihren Lieben,
für alle, die kreative Wege suchen, um Gemeinschaft zu ermöglichen.

Für alle, die einen besonderen Platz in unserem Herzen haben
und an die wir jetzt denken.

Vaterunser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Letzebuergesch:

Eise Papp am Himmel,
däin Numm sief gehellegt,
däi Räich soll kommen,
däi Wëll soll geschéien,
wéi am Himmel, sou op der Äerd.
Gëff äis haut eist deeglecht Brout,
verzei äis eis Schold,
wéi mir och deene verzeien, déi an eiser Schold sinn.
Féier äis net a Versuchung,
mä maach äis fräi vum Béisen.
Well däint ass d’Räich an d’Muecht
an d’Herrlechkeet fir ëmmer an éiweg.
Amen.

Nachtgebet

Herr, gütiger Gott,
sei du unere Leuchte im Dunkel der Nacht.
Gib, dass wir in Frieden schlafen,
damit wir uns beim Anbruch des neuen Tages
in deinem Namen freudig erheben.
Darum bitten wir durch Christus unsern Herrn.
Amen.

Segen

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige und barmherzige Gott:
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Zum Schluss:  Maria breit den Mantel aus

oder: Ave regina coelorum

oder: Salve Regina

 oder: Gegrüßet seist du Maria

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes,
Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Letzebuergesch:

Free dech, Maria, ganz an der Gnod,
den Här ass mat dir,
du bass geseent ënnert de Fraen,
a geseent ass Jesus, d’Kand, dat s de dréis.
Helleg Maria, Gottesmamm,
biet fir äis Sënner,
elo an an der Stonn vun eisem Doud. Amen.

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