ABENDGEBET – samstags

 Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat.

Lucernarium
(Wo möglich, wird eine Kerze wird angezündet.)
Abwechselnd zu beten:

V:        Lasst uns beten.
            Bei dir o Gott, ist die Quelle des Lebens,
            in deinem Licht schauen wir das Licht.
            Lass uns schöpfen aus den Quellen des Heils
            und wenn es dunkel ist in unseren Herzen,
            dann erleuchte uns mit deinem Licht.
            Darum bitten wir durch Christus unseren Bruder und Herrn.
            Amen.

Nun danket alle  Gott

Psalm 143

1 HERR, höre mein Bittgebet, vernimm doch mein Flehen, in deiner Treue antworte mir, in deiner Gerechtigkeit! 2 Geh mit deinem Knecht nicht ins Gericht; denn keiner, der lebt, ist gerecht vor dir!

3 Ja, der Feind verfolgte mich, trat mein Leben zu Boden, ließ mich in tiefer Finsternis wohnen wie längst Verstorbene. 4 Daher schwand mir mein Lebensgeist, mein Herz erstarrt in meinem Innern.

5 Ich gedachte der Tage der Vorzeit, erwog all deine Taten, ich sinne nach über das Werk deiner Hände. 6 Ausgebreitet habe ich meine Hände zu dir, wie erschöpftes Land ist vor dir meine Seele.

7 Eile, HERR, gib mir Antwort, denn es erlischt mein Lebensgeist! Verbirg vor mir nicht dein Angesicht, sonst gleiche ich denen, die hinabfahren in die Grube. 8 Lass mich am Morgen deine Huld erfahren, denn auf dich vertraute ich! Lass mich den Weg erkennen, den ich gehen soll, denn zu dir erhob ich meine Seele!

9 Entreiß mich meinen Feinden, HERR zu dir nehme ich meine Zuflucht! 10 Lehre mich tun, was dir gefällt, denn du bist mein Gott! Dein guter Geist leite mich auf ebenem Land. 11 Um deines Namens willen, HERR, wirst du mich am Leben erhalten, wirst du mich herausführen in deiner Gerechtigkeit aus der Drangsal meiner Seele.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Lesung

Tageslesung:
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Antwortgesang

Friedensgebet

„Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht; dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt; dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält; dass ich Licht entzünde, wo die Finsternis regiert; dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten:
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste; nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe; nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen“

oder:  Fürbitten – um Frieden und Menschlichkeit

Ewiger Gott,
Dir sagen wir unsere Anliegen und Bitten.

In dieser Zeit der Belastung und der Unsicherheit beten wir
für die Menschen auf der ganzen Welt,
für alle, die von Krankheiten betroffen sind,
von Armut, Naturkatastrophen und schwerer Not.

Wir beten für die Menschen in der Ukraine,
die von der russischen Regierung in einen Krieg gezogen wurden;
für die Frauen und Kinder und Alten, die fliehen müssen
in eine ungewisse Zukunft,
für alle, die bleiben – und ihre Freiheit und ihr Leben verteidigen.

Wir beten auch für die russische Regierung,
die die Macht hat, den Krieg zu beenden.
Für alle in Russland, die tapfer gegen den Krieg protestieren –
und mit schlimmen Reaktionen des Staates rechnen müssen.

Wir beten für alle, die bei uns verunsichert sind und Angst haben –
für alle Menschen in ihren Aufgaben und Berufen,
besonders in den Schulen, Kindertageseinrichtungen
und in den sozialen Diensten – und in der Aufnahme der Geflüchteten.

Für alle Verantwortlichen in Politik, Kultur, Sozialwesen und Wirtschaft,
bei uns, in Europa, überall auf der Welt, die schwierige Entscheidungen treffen müssen.

Für alle, die durch Protest, Spenden aller Art und Gebet
der Menschlichkeit und der Nächstenliebe ein Gesicht geben.

Für alle, die einen besonderen Platz in unserem Herzen haben
und an die wir jetzt denken.

(Stille)

Herr, steh uns bei mit Deinem Mitgefühl,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen,
stärke uns mit deinem Geist –
heute und alle Tage, komme was kommt. Amen.

 

Vaterunser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Letzebuergesch:

Eise Papp am Himmel,
däin Numm sief gehellegt,
däi Räich soll kommen,
däi Wëll soll geschéien,
wéi am Himmel, sou op der Äerd.
Gëff äis haut eist deeglecht Brout,
verzei äis eis Schold,
wéi mir och deene verzeien, déi an eiser Schold sinn.
Féier äis net a Versuchung,
mä maach äis fräi vum Béisen.
Well däint ass d’Räich an d’Muecht
an d’Herrlechkeet fir ëmmer an éiweg.
Amen.

Nachtgebet

Herr, gütiger Gott,
sei du unere Leuchte im Dunkel der Nacht.
Gib, dass wir in Frieden schlafen,
damit wir uns beim Anbruch des neuen Tages
in deinem Namen freudig erheben.
Darum bitten wir durch Christus unsern Herrn.
Amen.

Segen

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige und barmherzige Gott:
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Ave regina coelorum

oder: Salve Regina

oder :  Segne du Maria

 

 

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