
Liebe Freund*Innen von sredna,
die Fastenzeit ist keine bloße Wartezeit. Sie ist eine Einladung, aufzubrechen. Unter dem Leitwort unterwegs_nach_ostern möchten wir uns in diesem Jahr gemeinsam auf den Weg machen – Schritt für Schritt, von den kargen Landschaften der Wüste bis zum hellen Licht des Ostermorgens.
Wir laden Sie/euch ein, an den Sonntagen der Fastenzeit innezuhalten und den verschiedenen Etappen dieses Weges nachzuspüren. Jede Woche beleuchten wir ein neues Unterthema, das uns hilft, Ballast abzuwerfen und den Blick für das Wesentliche zu schärfen.
Kommt ihr mit? Wir freuen uns darauf, diese Wegstrecke in unseren Gottesdiensten gemeinsam mit Ihnen/euch zu gehen. Jeder Schritt zählt, jede Begegnung stärkt, und jedes Gebet öffnet eine Tür.
Wir sehen uns – unterwegs nach Ostern!
Wenn Sie die Impulse aus den Gottesdiensten noch einmal nachlesen wollen, können Sie das hier gerne tun:

1. Fastensonntag
unterwegs_nach_innen
wüstenzeiten
sie begleiten jedes leben
wir sind
herausgefordert
zurückgeworfen
auf uns selbst
unterwegs_nach_innen
auf den verschlungenen pfaden
unserer seelenlandschaften
wege
die wir selbst gehen müssen
in wüstenzeiten
unterwegs_nach_innen
suchend, strauchelnd
mit unsicheren Schritten
durch wüstenzeiten
unterwegs_mit_jesus
auf dem weg
zu dem menschen
als den gott
uns gedacht hat
unterwegs_nach_innen
beate

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2. Fastensonntag
unterwegs_zu_gott
wo bist du, gott?
grell und laut ist es um mich herum
schnellebig schiessen nachrichten auf mich ein
katastrophen aus der ganzen welt
verunsichern mich, machen mir angst
muss ich agieren, muss ich reagieren?
ich fühle mich wie gelähmt
wo bist du, gott?
unterwegs_zu_gott
wo finde ich dich, gott?
in der fastenzeit will ich abstand gewinnen
von allem, was mich von dir trennt,
von allem, was mir angst macht, mich lähmt
ich schliesse die Augen
ich gehe in mich und suche mein wesen
besinne mich auf mein Leben
wo finde ich dich, gott?
unterwegs_zu_gott
bist du das, gott?
meine begegnung mit mir
mein leben mit meinen nächsten
deine ganze schöpfung, die du uns schenkst
das leben und das vergehen
das geschenk deines sohnes
sein sterben für uns
das bist du, gott!
unterwegs_zu_gott
carsten

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3. Fastensonntag
unterwegs_zum nächsten
manchmal ein langer weg
durch dunkelheiten hindurch
in der familie
in unserer gesellschaft
in der welt
unterwegs…
unterwegs_zum nächsten
tiefe gräben und schluchten
abgeschnitten vom nächsten
gefangen im eigenen sozialen milieu
wer hört wem noch zu
und überhaupt
kein interesse an den menschen im sudan
unterwegs?
unterwegs_zum nächsten
ein offenes ohr
ein freundlicher blick
ein weites herz
voll toleranz und respekt
würde schenkend
liebe – voll
die hand über die schlucht reichen
unterwegs!
unterwegs_zum nächsten
cornelia

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4. Fastensonntag
unterwegs_in_die_welt
ich gehe hinaus
der schritt noch schwer
die welt scheint grau
das herz oft leer
da ist einer
der dunkelheit kennt
er macht sich blind auf den weg
tastend – vertrauend
hoffend auf ein gutes wort
unterwegs_in_die_welt
schritt für schritt
öffnet sich der blick für die welt
schritt für schritt mit klarem blick
das licht suchen
nicht im stillstand
im gehen
licht finden
angst zurücklassen
nicht länger blind
für das wunder am weg
unterwegs_in_die_welt
mit offenen augen
mit offenem herz
nicht alleine gehen
gehen im licht für die welt
gehen im licht für die nächsten
unterwegs_in_die_welt
bruni

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Fußspuren auf dem Weg

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5. Fastensonntag
Unterwegs_nach gethsemane
Getsemani – ein Name, der nach Öl und Schweiß klingt
nach Tränen, die wie Tropfen in den Garten fallen.
Hier, zwischen Olivenbäumen beginnt die Geschichte
mit einem Kuss – Verrat – mit Gebet, das Blut und Schweiß tropft.
Der Weg nach Getsemani ist kein Zufall
er führt dich und mich durch die Kammern des eigenen Herzens
Getsemani ist ein Ort innen
jener Ort wo wir unseren Ängsten, unseren Träumen, unserem Schweigen begegnen – und manchmal sogar Gott.
Und so folgst du einem Ruf, der älter ist als du
Getsemani – dem Ort der Entscheidung, wo alles auf dem Spiel steht.
Du gehst nicht nur nach Getsemani – du gehst durch Getsemani.
Und ER ist schon da – im Schweigen, im Zittern deiner Hände, in der Frage, die du nicht laut zu stellen wagst.
Getsemani – Du bist nicht allein.
Die Steine flüstern
Die Bäume atmen mit dir.
Und in der Stille, die dich umfängt, hörst du:
„Steh auf. Es ist genug.“
Unterwegs_nach gethsemane
elke

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