sredna19 – Das Kreuz mit dem Kreuz

Das „Kreuz der Jugend“ in Herz-Jesu…

Seit 1958 gibt es den Kreuzweg der Jugend. Er war damals eine Gebetsbrücke im geteilten Deutschland, diesseits und jenseits der Mauer. Seit 1972 ist er ökumenisch. Auch in Trier war er jahrzehntelang feste Tradition. Ein Kreuz wurde dabei von einer Kirche zur nächsten getragen, dort blieb es für ein Jahr. Der Name der Pfarrei wurde in das Kreuz eingeritzt. Im Jahr 2014 wurde dieser Kreuzweg mangels Interesse eingestellt.
Die Aktion gibt es immer noch. https://jugendkreuzweg-online.de/

Das Kreuz hatte seinen Platz einige Jahre in der Pauluskirche. Als diese im letzten Jahr profaniert wurde, sagte der Hausmeister nach einigen Wochen: „Die Kirche ist jetzt leer – bis auf das Kreuz der Jugend. Wenn es keiner rausholt, muss ich es zersägen“. Schnell war klar, dass das nicht geht – dieses Kreuz hat eine Geschichte und immer noch eine Botschaft. So kam es nach Herz Jesu. Hier steht es jetzt. Im Chorraum. So richtig passt es nirgendwo hin. Es ist ein Kreuz eben ein Kreuz mit dem Kreuz. 

„Das Kreuz mit dem Kreuz“…
Wenn man diesen Titel bei der Internet-Recherche eingibt, kommen zuerst Beiträge zum Thema „Rückenschule“.
Viele Zeitgenoss*innen in unseren Breiten haben spätestens am Abend des Tages Rückschmerzen: ein Kreuz mit dem Kreuz.

Als zweites kommen kontroverse Diskussionsbeiträge zum Thema „Kreuzaufhängungspflicht in bayerischen Schulen“. Ist das Kreuz Zeichen unserer kulturellen Identität oder wird es in unzulässiger Weise vom Staat missbraucht? Ein Kreuz mit dem Kreuz.

Die religionskritische englische Satire „Das Leben des Brian“ aus dem Jahr 1979 darf natürlich auch nicht fehlen. Theologische Beiträge sind bei den ersten Nennungen eher selten. Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz.

Das Kreuz hat in der Spaßgesellschaft keinen Platz. Selbst die Kirchen bzw. die Gemeinden tun sich schwer damit.

Sie betonen die „frohe Seite des Glaubens“ und den „lieben“ Gott. Der lässt sich besser vermarkten.

Und dabei haben viele ihre Kreuze zu tragen, lokal und global,
und die Gemeinden schauen weg…
Vielen schmerzt das Kreuz, im ganz wörtlichen Sinn,
gerade in einer alternden Gesellschaft.

Zeitgenoss*innen tun sich schwer mit dem Glauben an den Gekreuzigten und mit der Vorstellung, dass sein Tod nötig war, um uns zu retten. Was ist das für ein Gott, der so etwas will?

Sie tun sich schwer mit einer Kirche, die – gerade auch in unserer Stadt – immer noch im Namen des Kreuzes auftritt und Macht beansprucht, obwohl sie in den Augen vieler ihr Vertrauen restlos verspielt hat…

sredna19…
sredna19 stellt sich diesen Fragen und gibt der Suche nach Antworten Raum. – In einem breiten Programm.

Es hat einen starken ökumenischen Akzent, so wie er in vielen Rückmeldungen zu sredna18 eingefordert wurde, unter anderem in der Frühstücksreihe am Samstagmorgen: „Im Angesicht des Kreuzes“.

Ein neues Format werden die Tischgespräche am Freitagabend sein, mit interessanten Gästen, die zum Gespräch bei einem einfachen Essen anregen: „Das Kreuz mit dem …“ Hier geht es um Gott und die Welt und um Fragen, wie wir in unserem Stadtviertel leben wollen und was wir als Christ*innen in dieses Miteinander einbringen wollen.

Musikalische und kreative Angebote werden ihren Platz haben.

Der Kern sind wieder die Gottesdienste am Samstagabend, die musikalische Einstimmung vorher und die Begegnung im Anschluss.Der Garten wird (hoffentlich) zu neuem Leben erstehen. Die Gehörlosengemeinde und das Dekanat beteiligen sich – und einige Kooperationspartner*innen aus der Nachbarschaft.

Am 23. Juni gibt es das große Finale.

Die 4 Markenzeichen von „sredna“ werden auch sredna19 prägen:
spirituell – kreativ – inklusiv – nachbarschaftlich.

In seinem ersten Brief an die Gemeinde in Korinth schrieb Paulus:

„Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit;
uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft…
Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten:
für die Juden ein empörendes Ärgernis,
für die Heiden Torheit,
für die Berufenen aber, Juden wie Griechen Christus,
Gottes Kraft und Weisheit.

(1Kor 1,18.23)

 

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